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Innenpolitik

Thailand Flagge und Wappen - tropical-travel.com Bis 1932 war Thailand eine absolute Monarchie der Chakri-Dynastie, die per Erbfolge die Könige Siams stellt. Seit dem unblutigen Umsturz zu Beginn der 30er Jahre teilen sich König und Parlament die politische Macht als konstitutionelle Monarchie. Der König ist das Staatsoberhaupt, und speziell König Bhumibol (Rama IX.), der seit 1946 als zeitlängster Monarch der Welt im Amt war, und 2016 verstarb, spielte in der Innenpolitik eine große Rolle, wurde doch kaum eine politisch schwerwiegende Entscheidung ohne seinen Rat oder Segen getroffen. Bhumibol, der in Boston in den USA geboren und in der Schweiz aufwuchs, spielte die entscheidende stabilisierende Rolle im Land. Er wurde von der Bevölkerung gottähnlich verehrt und seine Entscheidungen und Ratschläge wurden respektiert. Wie sein Sohn und Nachfolger das Amt ab 2017 (offiziell nach der Krönung 2019) ausfüllen wird, bleibt noch abzuwarten. Sicher ist, dass er niemals den Status seines Vaters erreichen wird.

Thailand ist jedoch ansonsten seit Jahrzehnten aufgrund scheinbar unüberwindbarer Differenzen zwischen der kleinen Reichenschicht und der großen armen Masse gespalten und zerrissen. Die eigentliche Macht im Land hat das Militär, dessen Befehlshaber dem König nahe stehen. Etliche Putsche der jüngeren Vergangenheit gehen auf das Konto der Militärs, die nach eigenem Bekunden immer zum Wohle des Landes intervenierten, auch wenn dies teilweise mit nicht demokratiekonformen Mitteln oder außerhalb von Recht und Ordnung geschieht.

Die Labilität der thailändischen Demokratie geht auf das eigenartige politische Parteiensystem zurück, das durch Einzelpersonen als Parteienführer gekennzeichnet ist, die die Menschen durch Versprechungen und Geldzuwendungen direkt an ihre Person nicht an die Partei - binden und diese so zur persönlicher Loyalität verpflichten. In diesem Zusammenhang spielt auch die Korruption, die das Land durchseucht, eine wichtige Rolle. Im letzten schwelenden Konflikt von 2006 zwischen Rot- und Gelbhemden ging es wieder um den Machtkampf der armen Landbevölkerung und den reichen Bevölkerungsschichten, die vornehmlich in Bangkok wohnen. Dabei steht zu befürchten, dass die politischen Unruhen von Anfang 2009 nur aufgrund der Erkrankung des Königs ausgesetzt wurden. Denn die sogenannten Rothemden, die sich vornehmlich aus dem Isaan, dem Armenhaus Thailands rekrutieren und äußerst königstreu sind, haben sich nur widerwillig aus Bangkok zurück gezogen und ihre Proteste eingestellt. Sie sind hasserfüllt über die willkürliche Absetzung der ihrer Meinung nach legitim gewählten Regierung der PPP (Nachfolgepartei der 'Thai rak Thai'-Partei vom ehemaligen Ministerpräsidenten Taksin) und der undemokratischen Machtergreifung der aktuellen Regierung.

Aussenpolitik

Thailand bzw. Siam war immer ein unabhängiger Staat (Königreich), wurde nie kolonialisiert und hat es mit diplomatischem Geschick der auf das Wohl der Menschen bedachten Könige verstanden, sich den machtpolitischen Kolonialinteressen der Europäer zu entziehen. Auch im zweiten Weltkrieg hat man geschickt taktiert, und konnte so größeren Schaden vermeiden. Die westliche Orientierung der Könige der Chakri-Dynastie hat das Land auch früh die Freundschaft zu den Amerikanern suchen lassen. Denen war das Bollwerk Thailand gegen den Kommunismus in Südostasien viel Geld wert, und die USA wurden zum wichtigsten Handelspartner Thailands noch vor den Japanern und Chinesen. Während des Vietnamkrieges wurde durch die amerikanischen Soldaten zudem die Basis für den Tourismus als heutigen wichtigen Wirtschaftsfaktor gelegt.

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Dennoch war Thailand / Siam nicht immer ein friedfertiges und auf harmonische Nachbarschaft bedachtes Land. Historische Kriege mit Burma und Laos sind mit ihren Folgen bis heute nicht überwunden, Grenzauseinandersetzungen mit den Nachbarn fast an der Tagesordnung. In Folge der Auseinandersetzungen mit Frankreich im Indochinakrieg musste der heutige Nordwesten Kambodschas abgetreten / zurück gegeben werden. Im Süden gibt es zwar keine direkten Konflikte mit Malaysia, aber die Auseinandersetzungen mit der im Süden agierenden muslimischen Separatistenbewegung sind nicht überwunden.

Wirtschaftspolitisch gehört Thailand zu den sogenannten Tigerstaaten Südostasiens, die in den 90er Jahren rasantes Wachstum generierten, jedoch mittlerweile mit Konjunkturschwächen zu kämpfen haben. Als führendes Mitglied der ASEAN-Staaten engagiert sich Thailand für eine gestärkte Handels- und Wirtschaftszone in Südostasien.

Mit der zunehmenden weltpolitischen Dominanz Chinas gerät auch Thailand in diesen Einfluss, und China ist u.a. auch mit seiner One Belt One Road-Initiative sehr engagiert in Thailand, so wie in den Nachbarstaaten. China´s Ziel ist klar die Dominanz über Asien und damit auch über Thailand. Im Bereich Touristik lässt sich diese Dominanz anhand der Gästezahlen in Thailand bereits überdeutlich ablesen. Mehr als 50% aller Touristen kommen aus dem Reich der Mitte.

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